State-of-the-Art

State of the Art

Balance von Stabilität und Flexibilität durch Unternehmenskultur

Die Stabilität eines Unternehmens lässt sich heute nicht mehr durch eine gleichbleibende Struktur erreichen. Statt Stabilität gäbe es Erstarrung und das Unternehmen würde bald nicht mehr überleben. Stabilität ist eher durch eine starke Unternehmenskultur möglich, die sich durch eine weitgehende Übereinstimmung (consistency) in den grundlegenden Wertorientierungen auszeichnet (Schein, 1985). Dies ist auch der Ansatzpunkt im Kulturmodell von Denison (1990, s. Abb.), in dem die interne Übereinstimmung ergänzt wird durch das eher extern ausgerichtete Leitbild (mission), in der die langfristigen Ziele und Strategien sowie die Verantwortung gegenüber den relevanten Interessengruppen (stakeholder) festgelegt sind: Gesellschaft, Kapitaleigner, Arbeitnehmer, Kunden und Lieferanten. Übereinstimmung und Leitbild geben dem Unternehmen Stabilität und Richtung, so dass alle, die mit dem Unternehmen zu tun haben, vor allem die Mitarbeiter, eine grundsätzliche Orientierung erhalten. Das erleichtert die Koordination der vielfältigen Aktivitäten, vermeidet aber die Festlegung vieler Details und eröffnet so einen angemessenen Handlungsspielraum für die notwendigen Anpassungen an veränderte Bedingungen.